Nordkurve München

Sonstiges => Off Topic => Thema gestartet von: TWX am März 11, 2014, 10:47:25

Titel: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: TWX am März 11, 2014, 10:47:25
Deutschland deine Neidgesellschaft  :wallbash:

Wahnsinn wie mich diese Leute aufregen die überall fordern, dass der "weggesperrt" gehört, dass an ihm ein Exempel statuiert werden muss, Selbstanzeigen gehören abgeschafft oder dann immer mit dem Beispiel ankommen, dass ein eine Kassiererin auch gekündigt und verknackt wird wenn sie sich an der Kasse bedient.

Weggesperrt gehören Leute, die eine Gefahr für andere darstellen, und sicher keine Steuersünder, die im Grunde für keinen eine Gefahr darstellen.
Ein Exempel gehört sicher nicht statuiert, der gehört ganz genauso behandelt wie es ihm zusteht, weder mit Promibonus noch eben das gegenteil.
Mir persönlich ist es lieber, dass sich solche Leute selber irgendwann stellen, nicht unbedingt weil sie Reuhe zeigen, sondern weil sie Angst haben sonst wirklich bestraft zu werden und dann zahlen sie. Und es ist ja nicht so, dass die dann nur die Steuern nachzahlen und gut ist's, das wird ja dann doch noch teurer.
Und vergleichbar mit jemanden der sich and ner Kasse bedient ist es nun auch nicht, der eine nimmt einem direkt was weg, der andere gibt etwas nicht her, es ist ja nicht so, dass er die 18 Mios wem weg genommen hätte.

Nicht falsch verstehen, ich finde schon, dass er jetzt etsprechend zur Kasse gebeten gehört, am besten wäre es auch wenn das Geld, also die Nachsteuer die er zahlen wird nicht ans FA geht sondern direkt für Soziale Projekte verwendet werden würde, denn so verschwindet's nicht einfach in einemm schwarzen Loch. Von mir aus auch ne Bewehrungsstrafe, aber was bringts wenn er nun bis zu 10 Jahre sitzt, nichts.

Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: Franz a. M. am März 11, 2014, 12:49:59
Sehe ich zu 100 Prozent genau so.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: mbark am März 11, 2014, 12:54:33
Sehe ich ähnlich, eine Bewährungsstrafe um der Sache die Wichtigkeit zu geben und eine gehörige Geldstrafe ist hier angebrachter als eine Gefängnisstrafe nur weil er es ist.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: Markus#14 am März 11, 2014, 14:09:50
Die Gefägnisstrafe bekommt er nicht weil er es ist, sondern weil es im Gesetz so festgelegt ist. Es gibt aber lt. Gesetz auch ein paar Ausnahmen.
Er soll einfach gerecht verurteilt werden, basta.

Aber diese Forderungen von den ganzen Scheinheiligen gehen mir auch auf den Sack. Wie heißt es so schön "Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein"
Titel: Re: Der Fall Ulli Hoeneß
Beitrag von: Pascal am März 11, 2014, 14:50:04
Ich sehe es teilweise anders.

Ein Exempel statuieren ist nicht nötig, man sollte einfach nach Recht und Gesetz handeln.

Dass er niemandem etwas weggenommen hat ist zwar richtig, allerdings ist der Effekt der Gleiche. Dem Staat, und damit den Bürgern, fehlt dieses Geld. Wenn Hoeneß also in seiner ersten Erklärung davon spricht, er habe auch mehrere Millionen seines Vermögens gespendet, muss man klipp und klar sagen: Das war nicht ausschließlich sein Vermögen!

Wenn man es mal mit Schwarzfahren vergleicht, also einen Delikt, das erstmal auch niemandem schadet und vermutlich jeder schonmal getan hat - sei es, weil man versäumt hat, die Monatsmarke rechtzeitig zu kaufen, oder weil man für "die eine Kurzstrecke" kein Ticket ziehen will - wird einem bewusst, wie gut Steuerhinterzieher eigentlich noch davon kommen.

Glaubt man der taz, sollte ein Schwarzfahrer, der 11 mal erwischt wurde (hier liegt meines Erachtens der größte Unterschied), 3.084 EUR Strafe zahlen. Bei geschätzten 2,50 EUR pro Ticket wurden aus 27,50 EUR bewiesenem Schaden 3.084 EUR Strafe. Das macht eine Ersatzhaft von 147 Tagen für ihn. Und Uli Hoeneß soll nach 18,5 Mio. hinterzogenen Steuern ohne Gefängnisstrafe rauskommen?

Ich glaube es nicht und würde es auch nicht gut heißen.

Ich weiß nicht, wie hoch die Hürde zur Gefängnisstrafe ist. Ich denke jedoch, dass Hoeneß sie bei weitem "gerissen" hat.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: sendlinger am März 11, 2014, 14:56:28
Ich trau mich wetten, Finanzamt betrügen macht jeder der Steuern zahlen muss, also auch ich. Der Uli hatte nur mehr mehr Möglichkeiten als ich.

Wegen mir muss er nicht ins Gefängnis, kostet den Steuerzahler nur wieder Geld. Ich würde ihn richtig zur Kasse bitten und zwar so das er es nachhaltig merkt.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: Pascal am März 11, 2014, 14:59:04
[...]Wegen mir muss er nicht ins Gefängnis, kostet den Steuerzahler nur wieder Geld.[...]

Der Prozess kostet allein sicherlich mehr als eine mehrjährige Haftstrafe. (Vermutung meinerseits)
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: sendlinger am März 11, 2014, 15:02:14
[...]Wegen mir muss er nicht ins Gefängnis, kostet den Steuerzahler nur wieder Geld.[...]

Der Prozess kostet allein sicherlich mehr als eine mehrjährige Haftstrafe. (Vermutung meinerseits)

Ich dachte der Verlierer zahlt?
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: Pascal am März 11, 2014, 15:33:32
[...]Wegen mir muss er nicht ins Gefängnis, kostet den Steuerzahler nur wieder Geld.[...]

Der Prozess kostet allein sicherlich mehr als eine mehrjährige Haftstrafe. (Vermutung meinerseits)

Ich dachte der Verlierer zahlt?

Stimmt. War davon ausgegangen, dass Strafprozesse prinzipiell vom Staat finanziert werden. Mein Irrtum.

Zitat
§ 465 StPO, Kostenpflicht des Verurteilten
(1) Die Kosten des Verfahrens hat der Angeklagte insoweit zu tragen, als sie durch das Verfahren wegen einer Tat entstanden sind, wegen derer er verurteilt oder eine Maßregel der Besserung und Sicherung gegen ihn angeordnet wird. Eine Verurteilung im Sinne dieser Vorschrift liegt auch vor, wenn der Angeklagte mit Strafvorbehalt verwarnt wird oder das Gericht von der Strafe absieht.
(...)
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: Kefer am März 11, 2014, 18:37:49
er gehört definitiv bestraft, nur wie ?
glaube auch eine geldstrafe ist besser als gefängnis.
wenn man hört, das ab einer million bis zu ?? jahren haft gibt ist das blödsinn.
so was kann mann doch nicht gleichsetzen mit einem kinderschänder, mörder u.s.w. :wallbash:

er sollte ein richtiges vermögen zahlen( das auch ein uli h. spürt ),  tut nebenbei auch noch den staat gut.

eiso so ab 150 millionen aufwärts.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: Pascal am März 11, 2014, 18:46:47
Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Man kann nicht für Mörder die Härte der vorhandenen Gesetze fordern, aber für andere Straftaten die Strafe auswürfeln oder gegen Geld aushandeln. Das Strafmaß ist ja nicht das selbe. Es gibt Gesetze, an denen kann und wird sich der Richter auch orientieren, was das Strafmaß in diesem Fall betrifft.

Die einzige Diskussion, die in meinen Augen interessant ist, ist die der Reue. Und wenn ich lese, dass jeden Tag noch höhere Summen ans Tageslicht kommen, muss ich sagen: Den Ernst der Lage hat der Hoeneß wohl erst jetzt begriffen.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: stu am März 11, 2014, 21:14:39
Kein Malus und kein Bonus, auch fuer Hoeness nicht.

Mit dem was die letzten beiden Tage rauskam, ist wahrscheinlich fakt,
dass bei der Selbstanzeige nicht alles relevante zugegeben wurde.
Soweit ich das verstehe, ist aber genau das eine zentrale Voraussetzung
fuer eine gueltige Selbstanzeig, nach der Straffreiheit erreicht werden koennte.

Ab ca. 1.000.000 hinterzogener Steuer, ist gem. BGH eine Gefaengnisstrafe zu
verhaengen, dabei und vor allem darueber braucht man Milderungsgruende. Bei 3.5Millle
war das fuer viele vorstellbar, gestern wurde es ploetzlich das 5-fache, heute schon
das 7-fache, ich denke damit ist der Zug abgefahren.


Daneben muss jemand, der sich Jahrzehnte als oberster Moralapostel inszeniert hat,
auch gefallen lassen, dass das in einem solchem gravierendem Fall als Bummerang 1000-fach
zurueck kommt. Das hat nichts mit Bayern gegen den Rest der Liga zu tun, dass ist einfach so.

nur mal ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=xPVX7Cg1OyA


Was bringen 10 Jahre sitzen? Sozialwissenschaftlich und durch Statistiken der letzten
jahre zweifelsfrei bewiesen, werden dadurch  immer mehr andere Steuersuender
davon ueberzeugt, dass das keine gute Idee ist.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: Franz a. M. am März 11, 2014, 22:56:35
Juristisch muss man sich da die Zeiträume ansehen. Wieviel von dem 27 Mio sind denn schon verjährt?
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: stu am März 11, 2014, 22:57:35
Juristisch muss man sich da die Zeiträume ansehen. Wieviel von dem 27 Mio sind denn schon verjährt?

keine Ahnung, das waechst so schnell  >:D
die 18,5 von gestern waren angeblich im relevanten Zeitraum

Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: Pascal am März 12, 2014, 00:37:07
Juristisch muss man sich da die Zeiträume ansehen. Wieviel von dem 27 Mio sind denn schon verjährt?

keine Ahnung, das waechst so schnell  >:D
die 18,5 von gestern waren angeblich im relevanten Zeitraum

Ich war bis eben der festen Überzeugung, dass er 8 Jahre bekommt. 10 (Höchststrafe) minus 2, weil er ja sozial doch auch engagiert war. Dann hab ich frontal21 geguckt und musste feststellen, dass 15 Mio. EUR Steuerhinterziehung ja ab und zu schon mal vorkommen :o Ich bin schockiert. Und das hat nix mit Neid zu tun. Wer so viel Geld hat, und dann immernoch mehr will, hat Probleme, die ich im Leben nicht haben will. Dann lieber Bafög :)) .
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: TWX am März 12, 2014, 06:36:38
Je mehr Geld du hast, umso mehr kotzt es dich an die Hälfte abzudrücken, ich kann das sehr gut verstehen, besonders die, die dann zb nach Österreich gegen weil man dort seine Steuern verhandeln kann. Sollte man hier auch einführen. Lieber zahlt doch so einer wie z.B. Der Schumacher hier nur 10% im Jahr, als gar nichts weil's nach Österreich fließt. Das ist dann immer noch mehr im Jahr was hier bliebe als unsereins im Leben an Steuern zahlen wird.


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Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: mbark am März 12, 2014, 07:38:50
Deshalb Steuer nach Staatsangehörigkeit.

Prozentual hat der Höneß auch nicht mehr beschissen wie einige hier vermutlich auch. Nur was bei den meisten 500 - 2000 € sind, sind bei ihm halt 3 - 18 Millionen €.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: TWX am März 12, 2014, 08:06:00
Deshalb Steuer nach Staatsangehörigkeit.

Und wie willst des machen? Den Ländern in denen deutsche leben den Mittelfinger zeigen und sagen die zahlen hier und net bei euch? Oder die Leute benachteiligen in dem man sie doppelt zahlen lässt? Nicht jeder deutsche im Ausland lebt auf grossem Fuß.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: mbark am März 12, 2014, 10:04:56
Das stimmt, aber die meisten Länder haben das so geregelt.

Wenn sie in einem Niedrigsteuerland leben, welches selbst Lohnsteuer erhebt zahlen die in D nur die Differenz von der in D angefallenen Steuer minus der die sie im Zielort entrichtet haben.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: TWX am März 12, 2014, 10:15:07
Das stimmt, aber die meisten Länder haben das so geregelt.

Wenn sie in einem Niedrigsteuerland leben, welches selbst Lohnsteuer erhebt zahlen die in D nur die Differenz von der in D angefallenen Steuer minus der die sie im Zielort entrichtet haben.

und den in Deutschland lebenden und arbeitenden Ausländern erlässt man ggf dann hier die Steuern und verzichtet auf dieses Geld.
Solche Regelungen laden doch noch mehr ein Schlupflöcher zu suchen

Wie gesagt ich finde das System, dass mit dem Gehalt die % hoch gehen falsch. Klar sagt man leicht mal, ein Reicher kanns verkraften, nur der hat auch die Möglichkeiten das zu verschieben. Daher verhandeln wie Österreich und damit Steuerflucht unatraktiv machen und die Kohle lieber sicher hier haben.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: Pascal am März 12, 2014, 11:52:56
[...] Nur was bei den meisten 500 - 2000 € sind, sind bei ihm halt 3 - 18 Millionen €.

Komisches Rechtsverständnis.
Demnach sollte die Strafe für "20 km/h zu schnell" für nen Trabbi-Fahrer die gleiche sein, wie für "100 km/h zu schnell" eines Ferraris?
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: der Münchner am März 12, 2014, 17:16:25
*dafür*  ;D


Ich denke nicht, dass es heisst Gefängnis oder Geldstrafe.
Die Steuerschuld müsste er doch eigentlich trotz Gefängnis zurückzahlen!?
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: TWX am März 12, 2014, 17:57:07
Richtig, eine akzeptierte Selbstanzeige bewirkt nur Straffreiheit im Sinne kein Knast, aber Strafsteuer würde hier auch anfallen. Genauso is es auch bei einer normalen Verurteilung, hier wird dann doppelt bestraft. Strafe oder Knast plus Strafsteuer. 


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Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: mbark am März 12, 2014, 21:04:59
[...] Nur was bei den meisten 500 - 2000 € sind, sind bei ihm halt 3 - 18 Millionen €.

Komisches Rechtsverständnis.
Demnach sollte die Strafe für "20 km/h zu schnell" für nen Trabbi-Fahrer die gleiche sein, wie für "100 km/h zu schnell" eines Ferraris?

Auch wenn nicht den Sinn getroffen, gute Idee!
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: Pascal am März 13, 2014, 00:50:31
[...] Nur was bei den meisten 500 - 2000 € sind, sind bei ihm halt 3 - 18 Millionen €.

Komisches Rechtsverständnis.
Demnach sollte die Strafe für "20 km/h zu schnell" für nen Trabbi-Fahrer die gleiche sein, wie für "100 km/h zu schnell" eines Ferraris?

Auch wenn nicht den Sinn getroffen, gute Idee!

Dann erkläre mir bitte "deinen" Sinn, da ich ihn nicht verstehe.

Ich verstehe nicht, warum man für die selbe Tat Menschen unterschiedlich bestrafen wollte. Wenn Zu-schnell-fahren kein guter Vergleich ist, dann eben Diebstahl: Wenn Hoeneß ein Auto klaut ist es ok, weil er es sich ja auch hätte kaufen können. Zahlt halt ne Strafe in Höhe des Werts von 10 Autos, dann passt des schon. Aber wenns ein arbeitsloser Krimineller ist, dann muss der in den Knast, weil er keine Möglichkeit hat, 10 Autos auszuzahlen..?

Dann kommen wir aber in einen Bereich, indem Jusiz vom Einkommen abhängig ist. Das möchte ich nicht.

Es gibt im deutschen Recht ja die Möglichkeit, Strafen nach der Höhe des Einkommens zu gestalten: Tagessätze. Aber wenn im Gesetz steht, dass bei Steuerhinterziehung in diesem Umfang der Knast winkt, dann muss er da durch. Vielleicht handelt er ja offenen Vollzug aus, aber mein Appell an die Justiz ist auch: Kein Malus, kein Bonus!
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: mika am März 13, 2014, 11:53:59
[...] Nur was bei den meisten 500 - 2000 € sind, sind bei ihm halt 3 - 18 Millionen €.

Komisches Rechtsverständnis.
Demnach sollte die Strafe für "20 km/h zu schnell" für nen Trabbi-Fahrer die gleiche sein, wie für "100 km/h zu schnell" eines Ferraris?

Auch wenn nicht den Sinn getroffen, gute Idee!

Dann erkläre mir bitte "deinen" Sinn, da ich ihn nicht verstehe.

Ich verstehe nicht, warum man für die selbe Tat Menschen unterschiedlich bestrafen wollte. Wenn Zu-schnell-fahren kein guter Vergleich ist, dann eben Diebstahl: Wenn Hoeneß ein Auto klaut ist es ok, weil er es sich ja auch hätte kaufen können. Zahlt halt ne Strafe in Höhe des Werts von 10 Autos, dann passt des schon. Aber wenns ein arbeitsloser Krimineller ist, dann muss der in den Knast, weil er keine Möglichkeit hat, 10 Autos auszuzahlen..?

Dann kommen wir aber in einen Bereich, indem Jusiz vom Einkommen abhängig ist. Das möchte ich nicht.

Es gibt im deutschen Recht ja die Möglichkeit, Strafen nach der Höhe des Einkommens zu gestalten: Tagessätze. Aber wenn im Gesetz steht, dass bei Steuerhinterziehung in diesem Umfang der Knast winkt, dann muss er da durch. Vielleicht handelt er ja offenen Vollzug aus, aber mein Appell an die Justiz ist auch: Kein Malus, kein Bonus!

mbark schrieb doch....

Prozentual hat der Höneß auch nicht mehr beschissen wie einige hier vermutlich auch. Nur was bei den meisten 500 - 2000 € sind, sind bei ihm halt 3 - 18 Millionen €..... (du hast den vorderen teil nur nicht mit zitiert)

wenn man jetzt zb. davon ausgeht das der uli 150 mio´s hatte und 20 mio´s unterschlagen hat, dann sind das 13%
wenn unsereins jetzt zb. 15.000 Euronen hat und davon 2.000 Euro unterschlägt, dann sind das eben auch 13%.

dass hat, denke ich jetzt mal, der mbark gemeint.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: TWX am März 13, 2014, 14:22:04
3 Jahre 6 Monate


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Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: mbark am März 13, 2014, 14:31:15
Danke mika.

Unabhängig davon finde ich die Strafverteilung in D sehr grenzwertig. Da bekommt einer Haft quasi genausoviel wie ein Kinderschänder!
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: sendlinger am März 13, 2014, 14:51:07
Ist doch klar. Hier gehts um Geld, da nur um Leib und Leben. Das ist nicht so wichtig wie Vermögen und Besitz.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: TWX am März 13, 2014, 16:43:16
Du hast noch vergessen hier geht's um das Geld das der Staat will


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Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: Pascal am März 13, 2014, 18:10:18
Ich denke eher, dass in D das Allgemeinwohl immernoch mehr als schützenswert angesehen wird, als das Eigenwohl. Zumindest in der Justiz. In der Politik hab ich da meine Zweifel.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: stu am März 13, 2014, 19:33:26
Ich glaube vor allem bei Wirtschaftsstraftaten will der Gesetzgeber mit dem Strafmass Nachahmer abschrecken. 3 1/2 Jahre bei 27.200.000 Euro Steuerschuld, sind nicht mal 1 Tag pro >20.000Euro Steuerschuld. Wenn er alles absitzen muesste und ohne die Dinge, die verjaehrt sind. Wie willst du mit einem deutlich geringerem Strafmass z.b. ein halbes Jahr auf Bewaehrung zukuenftig andere Steuersuender bestrafen. Die vielleicht 'nur' 100.000Euro hinterzogen haben. Einzelne Straftaten zu vergleichen, hat noch nie viel geholfen, da kann Herr Hoeness froh sein, dass er nicht 27.000.000 Songs illegal heruntergelanden hat. Was mich wundert ist, dass ein Mensch der ueber Jahrzehnte in diesem Bereich wirklich clever war, ploetzlich ene Selbstanzeige mit vergleichsweise 'laecherlichen 3,5 Mios' macht, wo doch der Grundsatz eher dahin geht deutlich mehr anzugeben, das 'zuviel bezahlte bekommt man dann schon wieder.' Bei Peter Graf hat sich damals auch keiner beschwert und Herr Hoeness hatte sehr viele Jahre Zeit dem voellig Straffrei zu entgehen hat aber scheinbar unzaehlige Chancen verstreichen lassen. (z.b. das Hans Eichel-Angebot)
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: sendlinger am März 13, 2014, 20:23:55
Ich habe ja auch kein Mitleid mit ihm. Gefängnis ist für mich einfach die falsche Strafe. Zahlen lassen und Vermögen einziehen fände ich einfach besser.

Die Verteidigungstrategie verstehe ich auch nicht. Eine Alibiselbstanzeige war das zweitdümmste was er machen konnte.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: grindeXxX am März 14, 2014, 11:11:44
Uli Hoeneß geht nicht in Revision und nimmt die Haftstrafe an:


http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/4431030/die-persoenliche-erklaerung-im-wortlaut.html
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: einEHCfan am April 19, 2014, 20:32:34
Ich bin vorgestern mal wieder, wie eigtl jeden Tag, an der JVA LL vorbeigefahren und hab heut lauthals lachen müssen, das ich noch mal ne extra Runde gefahren bin, damit ich das glaube...

Da steht eine Meute von ca. 40-50 Bayernfans vor der JVA und wollten sich wohl fotografieren lassen, als auf einmal 2 Streifenwagen vorfuhren und die Meute vetrieben hat.
Laut "BLÖD" waren wohl heute (oder gestern) wieder vereinzelt welche vor der JVA LL und wurden wieder vetrieben.
Wie doof kann man eigentlich sein?  :wallbash:

Sowas finde ich einfach beschämend und weiß nicht, was das soll. Irgendwann sollte doch gut sein, UH hat seine gerechte Strafe bekommen und sollte nun eigtl. in Ruhe gelassen werden.
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: Miracle am April 23, 2014, 20:40:11
Das ist halt jetzt "heiliges Land"...  :))  :wallbash:
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: stu am April 23, 2014, 23:05:55
wenn 60er dort Fotos machen, waere das vielleicht lustig,
bei Bayernfans kommt es mir ein bisschen dumm vor  >:D
Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: TWX am April 24, 2014, 08:25:44
Egal wer da Fotos macht hat an Vogel


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Titel: Re: Der Fall Ulli Hönes
Beitrag von: mbark am April 24, 2014, 14:44:47
Egal wer da Fotos macht hat an Vogel


Gesendet von meinem iPhone mit Tapatalk

danke.