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Nordkurve München



Autor Thema: Der Fall Ulli Hönes  (Gelesen 8071 mal)

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Offline TWX

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Der Fall Ulli Hönes
« am: März 11, 2014, 10:47:25 »
Deutschland deine Neidgesellschaft  :wallbash:

Wahnsinn wie mich diese Leute aufregen die überall fordern, dass der "weggesperrt" gehört, dass an ihm ein Exempel statuiert werden muss, Selbstanzeigen gehören abgeschafft oder dann immer mit dem Beispiel ankommen, dass ein eine Kassiererin auch gekündigt und verknackt wird wenn sie sich an der Kasse bedient.

Weggesperrt gehören Leute, die eine Gefahr für andere darstellen, und sicher keine Steuersünder, die im Grunde für keinen eine Gefahr darstellen.
Ein Exempel gehört sicher nicht statuiert, der gehört ganz genauso behandelt wie es ihm zusteht, weder mit Promibonus noch eben das gegenteil.
Mir persönlich ist es lieber, dass sich solche Leute selber irgendwann stellen, nicht unbedingt weil sie Reuhe zeigen, sondern weil sie Angst haben sonst wirklich bestraft zu werden und dann zahlen sie. Und es ist ja nicht so, dass die dann nur die Steuern nachzahlen und gut ist's, das wird ja dann doch noch teurer.
Und vergleichbar mit jemanden der sich and ner Kasse bedient ist es nun auch nicht, der eine nimmt einem direkt was weg, der andere gibt etwas nicht her, es ist ja nicht so, dass er die 18 Mios wem weg genommen hätte.

Nicht falsch verstehen, ich finde schon, dass er jetzt etsprechend zur Kasse gebeten gehört, am besten wäre es auch wenn das Geld, also die Nachsteuer die er zahlen wird nicht ans FA geht sondern direkt für Soziale Projekte verwendet werden würde, denn so verschwindet's nicht einfach in einemm schwarzen Loch. Von mir aus auch ne Bewehrungsstrafe, aber was bringts wenn er nun bis zu 10 Jahre sitzt, nichts.

... ene mene meck
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Online Franz a. M.

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #1 am: März 11, 2014, 12:49:59 »
Sehe ich zu 100 Prozent genau so.

Offline mbark

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #2 am: März 11, 2014, 12:54:33 »
Sehe ich ähnlich, eine Bewährungsstrafe um der Sache die Wichtigkeit zu geben und eine gehörige Geldstrafe ist hier angebrachter als eine Gefängnisstrafe nur weil er es ist.

Offline Markus#14

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #3 am: März 11, 2014, 14:09:50 »
Die Gefägnisstrafe bekommt er nicht weil er es ist, sondern weil es im Gesetz so festgelegt ist. Es gibt aber lt. Gesetz auch ein paar Ausnahmen.
Er soll einfach gerecht verurteilt werden, basta.

Aber diese Forderungen von den ganzen Scheinheiligen gehen mir auch auf den Sack. Wie heißt es so schön "Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein"
Sitzen is für´n Arsch, aber bequem!

Offline Pascal

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Re: Der Fall Ulli Hoeneß
« Antwort #4 am: März 11, 2014, 14:50:04 »
Ich sehe es teilweise anders.

Ein Exempel statuieren ist nicht nötig, man sollte einfach nach Recht und Gesetz handeln.

Dass er niemandem etwas weggenommen hat ist zwar richtig, allerdings ist der Effekt der Gleiche. Dem Staat, und damit den Bürgern, fehlt dieses Geld. Wenn Hoeneß also in seiner ersten Erklärung davon spricht, er habe auch mehrere Millionen seines Vermögens gespendet, muss man klipp und klar sagen: Das war nicht ausschließlich sein Vermögen!

Wenn man es mal mit Schwarzfahren vergleicht, also einen Delikt, das erstmal auch niemandem schadet und vermutlich jeder schonmal getan hat - sei es, weil man versäumt hat, die Monatsmarke rechtzeitig zu kaufen, oder weil man für "die eine Kurzstrecke" kein Ticket ziehen will - wird einem bewusst, wie gut Steuerhinterzieher eigentlich noch davon kommen.

Glaubt man der taz, sollte ein Schwarzfahrer, der 11 mal erwischt wurde (hier liegt meines Erachtens der größte Unterschied), 3.084 EUR Strafe zahlen. Bei geschätzten 2,50 EUR pro Ticket wurden aus 27,50 EUR bewiesenem Schaden 3.084 EUR Strafe. Das macht eine Ersatzhaft von 147 Tagen für ihn. Und Uli Hoeneß soll nach 18,5 Mio. hinterzogenen Steuern ohne Gefängnisstrafe rauskommen?

Ich glaube es nicht und würde es auch nicht gut heißen.

Ich weiß nicht, wie hoch die Hürde zur Gefängnisstrafe ist. Ich denke jedoch, dass Hoeneß sie bei weitem "gerissen" hat.

Offline sendlinger

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #5 am: März 11, 2014, 14:56:28 »
Ich trau mich wetten, Finanzamt betrügen macht jeder der Steuern zahlen muss, also auch ich. Der Uli hatte nur mehr mehr Möglichkeiten als ich.

Wegen mir muss er nicht ins Gefängnis, kostet den Steuerzahler nur wieder Geld. Ich würde ihn richtig zur Kasse bitten und zwar so das er es nachhaltig merkt.

Offline Pascal

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #6 am: März 11, 2014, 14:59:04 »
[...]Wegen mir muss er nicht ins Gefängnis, kostet den Steuerzahler nur wieder Geld.[...]

Der Prozess kostet allein sicherlich mehr als eine mehrjährige Haftstrafe. (Vermutung meinerseits)

Offline sendlinger

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #7 am: März 11, 2014, 15:02:14 »
[...]Wegen mir muss er nicht ins Gefängnis, kostet den Steuerzahler nur wieder Geld.[...]

Der Prozess kostet allein sicherlich mehr als eine mehrjährige Haftstrafe. (Vermutung meinerseits)

Ich dachte der Verlierer zahlt?

Offline Pascal

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #8 am: März 11, 2014, 15:33:32 »
[...]Wegen mir muss er nicht ins Gefängnis, kostet den Steuerzahler nur wieder Geld.[...]

Der Prozess kostet allein sicherlich mehr als eine mehrjährige Haftstrafe. (Vermutung meinerseits)

Ich dachte der Verlierer zahlt?

Stimmt. War davon ausgegangen, dass Strafprozesse prinzipiell vom Staat finanziert werden. Mein Irrtum.

Zitat
§ 465 StPO, Kostenpflicht des Verurteilten
(1) Die Kosten des Verfahrens hat der Angeklagte insoweit zu tragen, als sie durch das Verfahren wegen einer Tat entstanden sind, wegen derer er verurteilt oder eine Maßregel der Besserung und Sicherung gegen ihn angeordnet wird. Eine Verurteilung im Sinne dieser Vorschrift liegt auch vor, wenn der Angeklagte mit Strafvorbehalt verwarnt wird oder das Gericht von der Strafe absieht.
(...)

Offline Kefer

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #9 am: März 11, 2014, 18:37:49 »
er gehört definitiv bestraft, nur wie ?
glaube auch eine geldstrafe ist besser als gefängnis.
wenn man hört, das ab einer million bis zu ?? jahren haft gibt ist das blödsinn.
so was kann mann doch nicht gleichsetzen mit einem kinderschänder, mörder u.s.w. :wallbash:

er sollte ein richtiges vermögen zahlen( das auch ein uli h. spürt ),  tut nebenbei auch noch den staat gut.

eiso so ab 150 millionen aufwärts.

Offline Pascal

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #10 am: März 11, 2014, 18:46:47 »
Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Man kann nicht für Mörder die Härte der vorhandenen Gesetze fordern, aber für andere Straftaten die Strafe auswürfeln oder gegen Geld aushandeln. Das Strafmaß ist ja nicht das selbe. Es gibt Gesetze, an denen kann und wird sich der Richter auch orientieren, was das Strafmaß in diesem Fall betrifft.

Die einzige Diskussion, die in meinen Augen interessant ist, ist die der Reue. Und wenn ich lese, dass jeden Tag noch höhere Summen ans Tageslicht kommen, muss ich sagen: Den Ernst der Lage hat der Hoeneß wohl erst jetzt begriffen.

Offline stu

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #11 am: März 11, 2014, 21:14:39 »
Kein Malus und kein Bonus, auch fuer Hoeness nicht.

Mit dem was die letzten beiden Tage rauskam, ist wahrscheinlich fakt,
dass bei der Selbstanzeige nicht alles relevante zugegeben wurde.
Soweit ich das verstehe, ist aber genau das eine zentrale Voraussetzung
fuer eine gueltige Selbstanzeig, nach der Straffreiheit erreicht werden koennte.

Ab ca. 1.000.000 hinterzogener Steuer, ist gem. BGH eine Gefaengnisstrafe zu
verhaengen, dabei und vor allem darueber braucht man Milderungsgruende. Bei 3.5Millle
war das fuer viele vorstellbar, gestern wurde es ploetzlich das 5-fache, heute schon
das 7-fache, ich denke damit ist der Zug abgefahren.


Daneben muss jemand, der sich Jahrzehnte als oberster Moralapostel inszeniert hat,
auch gefallen lassen, dass das in einem solchem gravierendem Fall als Bummerang 1000-fach
zurueck kommt. Das hat nichts mit Bayern gegen den Rest der Liga zu tun, dass ist einfach so.

nur mal ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=xPVX7Cg1OyA


Was bringen 10 Jahre sitzen? Sozialwissenschaftlich und durch Statistiken der letzten
jahre zweifelsfrei bewiesen, werden dadurch  immer mehr andere Steuersuender
davon ueberzeugt, dass das keine gute Idee ist.
« Letzte Änderung: März 11, 2014, 21:27:35 von stu »
“Never argue with a fool, onlookers may not be able to tell the difference” ~ Mark Twain

Online Franz a. M.

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #12 am: März 11, 2014, 22:56:35 »
Juristisch muss man sich da die Zeiträume ansehen. Wieviel von dem 27 Mio sind denn schon verjährt?

Offline stu

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #13 am: März 11, 2014, 22:57:35 »
Juristisch muss man sich da die Zeiträume ansehen. Wieviel von dem 27 Mio sind denn schon verjährt?

keine Ahnung, das waechst so schnell  >:D
die 18,5 von gestern waren angeblich im relevanten Zeitraum

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Offline Pascal

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #14 am: März 12, 2014, 00:37:07 »
Juristisch muss man sich da die Zeiträume ansehen. Wieviel von dem 27 Mio sind denn schon verjährt?

keine Ahnung, das waechst so schnell  >:D
die 18,5 von gestern waren angeblich im relevanten Zeitraum

Ich war bis eben der festen Überzeugung, dass er 8 Jahre bekommt. 10 (Höchststrafe) minus 2, weil er ja sozial doch auch engagiert war. Dann hab ich frontal21 geguckt und musste feststellen, dass 15 Mio. EUR Steuerhinterziehung ja ab und zu schon mal vorkommen :o Ich bin schockiert. Und das hat nix mit Neid zu tun. Wer so viel Geld hat, und dann immernoch mehr will, hat Probleme, die ich im Leben nicht haben will. Dann lieber Bafög :)) .

Offline TWX

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #15 am: März 12, 2014, 06:36:38 »
Je mehr Geld du hast, umso mehr kotzt es dich an die Hälfte abzudrücken, ich kann das sehr gut verstehen, besonders die, die dann zb nach Österreich gegen weil man dort seine Steuern verhandeln kann. Sollte man hier auch einführen. Lieber zahlt doch so einer wie z.B. Der Schumacher hier nur 10% im Jahr, als gar nichts weil's nach Österreich fließt. Das ist dann immer noch mehr im Jahr was hier bliebe als unsereins im Leben an Steuern zahlen wird.


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Offline mbark

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #16 am: März 12, 2014, 07:38:50 »
Deshalb Steuer nach Staatsangehörigkeit.

Prozentual hat der Höneß auch nicht mehr beschissen wie einige hier vermutlich auch. Nur was bei den meisten 500 - 2000 € sind, sind bei ihm halt 3 - 18 Millionen €.

Offline TWX

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #17 am: März 12, 2014, 08:06:00 »
Deshalb Steuer nach Staatsangehörigkeit.

Und wie willst des machen? Den Ländern in denen deutsche leben den Mittelfinger zeigen und sagen die zahlen hier und net bei euch? Oder die Leute benachteiligen in dem man sie doppelt zahlen lässt? Nicht jeder deutsche im Ausland lebt auf grossem Fuß.
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Offline mbark

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #18 am: März 12, 2014, 10:04:56 »
Das stimmt, aber die meisten Länder haben das so geregelt.

Wenn sie in einem Niedrigsteuerland leben, welches selbst Lohnsteuer erhebt zahlen die in D nur die Differenz von der in D angefallenen Steuer minus der die sie im Zielort entrichtet haben.

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Re: Der Fall Ulli Hönes
« Antwort #19 am: März 12, 2014, 10:15:07 »
Das stimmt, aber die meisten Länder haben das so geregelt.

Wenn sie in einem Niedrigsteuerland leben, welches selbst Lohnsteuer erhebt zahlen die in D nur die Differenz von der in D angefallenen Steuer minus der die sie im Zielort entrichtet haben.

und den in Deutschland lebenden und arbeitenden Ausländern erlässt man ggf dann hier die Steuern und verzichtet auf dieses Geld.
Solche Regelungen laden doch noch mehr ein Schlupflöcher zu suchen

Wie gesagt ich finde das System, dass mit dem Gehalt die % hoch gehen falsch. Klar sagt man leicht mal, ein Reicher kanns verkraften, nur der hat auch die Möglichkeiten das zu verschieben. Daher verhandeln wie Österreich und damit Steuerflucht unatraktiv machen und die Kohle lieber sicher hier haben.
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